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GigathlonGigathlonEigentlich wollte ich nach Italien ans Dolomiti Superbike und hätte mit Urs Huber auch eine Mitfahrgelegenheit gehabt. 10 Tage vor dem Anlass musste WG Kollege Gabriel seine Gigathlon Teilnahme als Couple begraben. Darauf verzichten wollte er aber auf keinen Fall, so dass er sich kurzerhand ans Zusammenstellen eines Teams machte. Wie vor drei Jahren waren Skaterin Lea und die Schwimmerin Arlette wieder dabei. Club- und Trainingskollege Hubert Schwab sagte auch noch zu und so komplettierte ich als Biker das Team. Wir wollten den Gigathlon so richtig geniessen, deshalb verstand es sich von selber, dass wir auf dem Zeltplatz übernachteten und auf jeglichen Support von Betreuern verzichteten. Bereits am Freitagabend beim ersten Nachtessen war der ganz spezielle Gigathlon Spirit spürbar. Tausende von Sportlern und ein ständiges Wiedersehen mit Leuten, die man an solchen Anlässen trifft. Kein Wunder dauerte es lange bis wir an diesem Abend in die völlig überhitzten Zelten kamen und bis am nächsten Morgen nicht viele schlafende Minuten verbrachten, machten sich doch welche schon um 3 Uhr Morgens bereit...
Um 5 Uhr starten die Single-Athleten und Couples. Eine Stunde später stand Lea am Start. Ihre Strecke führte von Thun nach Langnau. Inmitten der besten Herren und Damen übergab sie mir nur mit geringem Rückstand als 32. Gemeinsam mit dem frischgebackenen U23 Europameister Konny Looser gings ab in die Emmentaler Hügeln. Gemeinsam fuhren wir zu und lagen schon bald auf den Rängen 3 und 4. So übergaben wir an die Rennvelofahrer. Bergfahrer Hubi und Arlette legten weiter super Leistungen ab, so dass Gabriel auf der abschliessenden Laufstrecke mit zwei anderen Läufern als Erster starten konnte. Die 31 Kilometer bei brütender Hitze sollten es in sich haben, trotzdem lief er nach hartem Kampf als Erster ein! Leader nach dem ersten Tag, dies wollten wir am Sonntag natürlich ins Ziel bringen!
Nach einem heftigen Gewitter verbrachten wir den Rest des Abends zu 5 in einem Zelt. Lustige Anekdoten gaben viel zu lachen, dazu tüftelten wir an der Taktik für Sonntag, wobei diese eher einfach gestrickt war: Jeder sollte nur Vollgas und etwas mehr geben!
Der Sonntag erfolgte mit Jagdstart, d.h. anhand der Rückstände von gestern. Trotz Hexenschuss kämpfte sich Arlette durch die 3 Kilometer Schwimmstrecke. Lea wurde zwar von einer Australischen Weltklassskaterin überholt, doch konnte Hubi mit einer fulminanten Fahrt über 130 Kilometer und 1900 Höhenmeter einen Vorsprung von 13 Minuten rausfahren. In Zweisimmen war die Übergabe aufs Bike. Leider konnte mich niemanden über den Vorsprung informieren. In den Aufstiegen fuhr ich so schnell es ging und in den Abfahrten liess ich die Vorsicht walten; nur kein Sturz oder Defekt riskieren. Bei der Übergabe in Spiez hatte ich den Vorsprung sogar noch ein wenig ausgebaut. Die letzten 19 Kilometer bis nach Thun konnte Gabriel nun richtig geniessen. Die gemeinsame Zieleinfahrt war der Hammer! In einem solchen Team machts einfach Spass und so liessen wir ein tolles Wochenende in der Thuner Altstadt ausklingen. |  |