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5. Etappe Cape Epic

Der Name ist Programm. Beim Cape Epic werden Helden-Epen geschrieben – und Helden zeichnen sich durch Tapferkeit aus. Nach drei Etappen beginnen verschiedene Fahrer des bike2help.ch-Teams die Strapazen des Rennalltags zu spüren: Tamara Horn und Thomas Oberli kämpfen mit Achillessehnen-Problemen, Giuliana Vitali hat weiterhin Mühe mit dem Magen – und Thomas Oberli schmerzt ausserdem das Sitzfleisch. „Auf beiden Seiten ist da die Haut auf einer Fläche von rund einem Quadratzentimeter weggescheuert“, erklärt Oberli. Vor Jahresfrist hatte er keine derartigen Probleme. Weshalb es ihn heuer erwischt hat, weiss er nicht. Aber offenbar ist er bei weitem nicht der einzige Fahrer, der einen üblen Wolf hat: „Die Schlange vor dem Santitätszelt ist morgens um sechs jeweils ziemlich lang.“ Die geplagten Athleten lassen sich dort ihren Allerwertesten mit Tape auf den Tag vorbereiten.
Probleme hin oder her: Den Schweizer Bike-Helden läuft es weiterhin ausgezeichnet. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell man sich von den Strapazen erholt“, so Thomas Oberli. Er und Marco Lang beendeten die gestrige Etappe zwar auf Rang 52 und damit weit hinter ihrem 41. Gesamtrang des Vortags. Weil die Konkurrenz aber nicht schneller war, machten sie im Gesamtklassement einen Platz gut und liegen neu an 40. Stelle. Giuliana Vitali und Tamara Horn erreichten in der vierten Etappe, die von Ceres über 86 Kilometer und 1640 Höhenmeter nach Worcester führte, erneut den hervorragenden dritten Platz. Sie konnten damit erneut – bereits zum dritten Mal – an der abendlichen Ehrung der Besten teilnehmen und haben ihr Ziel schon lange übertroffen. Daniel Oberli und Armin Frei-Vitali halten sich auf dem 143. Kategorienrang (207 overall) ebenfalls gut.
Ungewohnt wird die fünfte Etappe vom Donnerstag werden. Statt eines „normalen“ Rennens findet nämlich zwischen Worcester und Oak Valley ein Teamzeitfahren statt. Die Strecke ist mit 27 Kilometern und 860 Höhenmetern vergleichsweise kurz. Aufgrund des Modus’ wird sie den Fahrern aber trotzdem alles abverlangen. Gestartet wird wie in Zeitfahren üblich in der umgekehrten Reihenfolge des Klassements Thomas Oberli und Marco Lang treten somit erst um 12.50 Uhr in die Pedale. Von Vorteil ist da, dass am Mittwoch Wind aufkam und die Temperaturen in einen angenehmen Bereich fielen – übrigens auch im Zelt. „Wenn wir sonst jeweils ins Ziel kamen, war es dort drinnen siedend heiss“, sagt Thomas Oberli. Entsprechend war es für die Fahrer nicht ganz einfach, Schlaf zu finden. Das dürfte nun besser werden – hinsichtlich des Zeitfahrens sicher ein gutes Omen.