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3. Etappe Cape Epic

„Viel Sand und heiss.“ So lautete Thomas Oberlis Zusammenfassung der zweiten Etappe des Cape Epic. Start und Ziel lagen in Ceres, dazwischen galt es 95 Kilometer und 1625 Höhenmeter zu überwinden. Tückisch daran war insbesondere der letzte Abschnitt: „Wenn man das Gefühl hatte, man könne nun noch gemütlich auf einer harten Strasse radeln, hat man sich getäuscht. Es ging noch zehn Kilometer lang durch Obstplantagen – das war extrem schwierig“, erklärt Oberli. Die erfreuliche Meldung: Auch die zweite Etappe haben die Schweizer Charity-Fahrer von biket2help.ch bestens überstanden. Giuliana Vitali und Tamara Horn, die von einem Videoteam begleitet werden, liegen weiterhin auf Rang 3. Die filmische Dokumentation, welche später voraussichtlich auch von den Gönnern des Projekts bike2help.ch eingesehen werden kann, wird zeigen, wie Vitali und Horn ihren Vorsprung auf die viertplatzierten Südafrikanerinnen Julia Skea und Carla Rowley in der zweiten Etappe sogar noch einmal ausbauen konnten. Sie weisen nun einen Zeitvorrat von beinahe 30 Minuten auf ihre Verfolgerinnen auf. Und dies, obschon Vitali zwischenzeitlich etwas Mühe mit dem Magen bekundete. Bei den hohen Temperaturen des Südafrikanischen Sommers kein Wunder: Um den Flüssigkeitsverlust zu kompensieren, müssen die Athleten ungewohnte Mengen trinken, was schon einmal zu Problemen führen kann. „Man dehydriert leicht“, sagt Thomas Oberli, der nach der Zieldurchfahrt erst einmal zwei Liter kippte, ehe er sich wieder gut fühlte.
Thomas Oberli und Marco Lang werden die dritte Etappe wieder in der ersten Startgruppe in Angriff nehmen. Am Montagabend lagen sie auf dem hervorragenden 40. Platz ihrer Kategorie, was über alle Kategorien gesehen Rang 47 entspricht. „Mit Marco Lang zu fahren, ist sehr angenehm“, macht Thomas Oberli seinem Partner ein Kompliment. „Er ist ein Profi und nimmt sehr viel Rücksicht auf mich, macht mir Windschatten und pusht nicht unnötig.“ Man sehe auch Teams, in denen die Harmonie nicht vorhanden sei – und der stärkere Partner den schwächeren „kaputtfährt“.
Nicht ganz so gut wie erhofft läuft es bisher dem dritten Team von bike2help.ch, Damiel Oberli und Armin Frei-Vitali. Sie liegen auf Platz 137 (202 overall) – die Top 100 sollten für sie allerdings immer noch realistisch sein. Am Montagabend hat übrigens noch die offizielle Übergabe der gesammelten 50 Bikes und 50 Bänke an die Schulen stattgefunden. „Die Big Tree Foundation hat sich bei uns bedankt, und die Frauen durften aufs Podest; das war ein schöner Moment“, so Thomas Oberli.
Ungewissheit herrscht derzeit noch über den weiteren Verlauf des Rennens. Die dritte Etappe vom Dienstag sollte eigentlich auf 2000 Meter Höhe führen. Offenbar hat aber ein Landbesitzer, über dessen Grundstück die Route hätte geführt werden sollen, den Organisatoren einen Strich durch die Rechung gemacht. Gerüchteweise wurde bekannt, dass die Strecke darum nicht auf den Berg, sondern um den Berg herum geführt werden muss. Das bedeutet, dass es für die Fahrer 20 Kilometer mehr zu absolvieren gilt – dafür sparen sie 1000 Höhenmeter. Wie die Etappe genau abläuft, werden sie am Dienstagmorgen anlässlich der obligatorischen Besprechung erfahren.