Saisonvorbereitung von Michael ZimmermannWie sieht die Saisonvorbereitung eines Downhillfahrers aus? Macht er den ganzen Winter Party und lässt er sein Bike in der Ecke stehen?
Ich aus meiner Sicht muss sagen nein. Ich mache zwar gerne und regelmässig Party, aber trotzdem trainiere ich auch einiges.
Montags gehe ich immer in die Muckibude und stemme Gewichte um eine gute Rumpfstabilität und kräftige Arme zu bekommen. Unterstützt werde ich dabei von meinem Trainer Rouven. Er ist zwar immer cool drauf, seine Übungen bringen mich aber trotzdem jedesmal zum Schwitzen…
Mittwochs wird das ganze nochmal wiederholt. Habe ich nämlich Anfangs Saison nicht genügend Muskeln aufgebaut, steigt das Verletzungsrisiko. Von den harten Schlägen bekomme ich Rückenscherzen oder der Lenker schlägt mir am ersten heftigen Sprung aus der Hand, was ziemlich hässlich enden kann…
Am Donnerstag gehe ich ins Pumpwerk. Das ist eine Skaterhalle in Basel und ich erweitere meine Street Skills. Ich fahre in der Minirampe, springe aus der Quater raus und drehe mich bis mir schlecht wird…
Am Wochenende geht es dann raus auf die verschneiten Rennstrecken. Ich fahre oft in Biel oder am Gurten da dort die Bahnen das ganze Jahr geöffnet sind. Leider gibt es oft ziemlich krasse Schlammschlachten und nach den Trainings könnte man auf meinen Downhillshorts regelmässig einen schönen Gemüsegarten anlegen…
Gerade gefrorene Strecken sind gefährlich, da man schwer voraussehen kann, mit welchem Speed man die nächste Kurve nehmen kann…
Wie ihr seht, hat auch ein Dowhillfahrer im Winter einiges zu tun. Ich warte nun noch auf meine neuen Trek Bikes und hoffe jeden Abend, dass sie am nächsten morgen vor meiner Haustüre stehen. Auch die weitere Saison ist noch in Planung und ich freue mich schon riesig auf den kommenden Sommer und eine heftige Race Saison. |