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WeltmeisterschaftEs fiel mir schon deutlich einfacher einen Rennbericht zu schreiben. Nach der Selektion für die WM bestand mein Ziel natürlich darin ein super Resultat abzuliefern. Die ganze Vorbereitung klappte hervorragend und ich fühlte mich so richtig bereit am Sonntag Punkt 10.30 abzurocken. Schon das Gefühl beim Start war einfach geil: 150 Fahrer aus jeglichen Winkeln der Erde am Start, dazu frenetische Fans am Streckenrand. Das Trikot mit dem Schweizerkreuz sollte mir zusätzlich Flügel verleihen. Bereits 2 Kilometer nach dem Start folgte eine richtige Wand: 300 Höhenmetern mit 28% Steigung, es wurde reingedonnert, als sei diese Steigung flach. Um Rang 40 fuhr ich in die erste Abfahrt und wie in einem Cross Country Rennen wurde um jede Position hart gekämpft. Doch bereits hier verspürte ich eine Leere in meinen Beinen wie ich sie schon selten erlebt habe. Die Beine wollten einfach nicht richtig. Immer wieder schaute ich auf das Schweizer Kreuz auf der Brust und kämpfte weiter. Die vielen Schweizer Fans an der Strecke schrien und motivierten lauthals, dies tat super. Die Strecke (105 Km / 3800 Hm) war knüppelhart, so was habe ich vorhin noch nie erlebt, dazu kamen noch die Unwetter der vergangenen Tage, welche die Strecke noch einmal härter machten. Hätte hier gerne mein Hardtail gegen ein Fully getauscht. Irgendwie biss ich mich durch und erreichte nach etwas über 5 Stunden das Ziel als 56. Die Enttäuschung über meine Leistung war auf der langen Heimfahrt riesig; langsam kommt die Moral jedoch schon wieder und als Erinnerung werde ich nur all die schönen Momente behalten. Sieger wurde der Belgier Roel Paulissen vor dem einheimischen Lokalmatador und Europameister Alban Lakata und Christoph Sauser. Bei den Damen verhinderte Sabine Spitz im Sprint einen Schweizer Triumph. Sie gewann den Weltmeistertitel vor den Schweizerinnen Esther Süess, Petra Henzi und Erika Dicht. An dieser Stelle möchte ich bei allen Fans am Streckenrand, meinen Eltern, Andi, den Eltern von Lucien und bei allen Zuhause, die mich moralisch unterstützt haben bedanken! Es tat super! |  |