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Montafon Bike Marathon

Im Hinblick auf mein grosses Saisonziel, die in 3 Wochen stattfindende WM, trainierte ich in letzter Zeit lange Trainingsblöcke mit vielen Höhenmetern. Damit ich dabei die Rennhärte nicht verliere, startete ich am Samstag beim Montafon Bike Marathon. Montafon ist eine wunderschöne Landschaft im Grenzgebiet Schweiz - Österreich. Zur Auswahl standen 2 Strecken (155 / 5100 Hm; 65 Km / 2800 Hm). Da die lange Version im jetzigen Moment keinen Sinn machte, startete ich auf der kurzen. Einige Österreicher, die sich ebenfalls für die Weltmeisterschaft qualifiziert hatten, machten es ebenso... Das Tempo war zu Beginn sehr gemütlich, so dass wir lange eine grosse Gruppe bildeten. Als dann urplötzlich zwei Fahrer angriffen, fiel ich voll aus dem Rhythmus. Meine Beine konnten und wollten nicht mehr hergeben, die Müdigkeit der vergangen Woche steckte doch noch voll in meinen Knochen. Irgendwie kam ich hinter den Führenden mit zwei anderen Fahrern über die ersten Berge. Die Abfahrten gehörten dann zum gefährlichsten was ich in meiner Karriere als Rennfahrer je zu fahren bekam. Mehrere Male kamen mir auf den engen und schnell zu fahrenden Forststrassen Autos entgegen. Nur mit viel mehr Glück als Verstand kam ich um einen Frontalcrash herum, von da an war mir die Aufholjagd gegen vorne nicht mehr besonders wichtig. Vor dem Schlussaufstieg (800 Hm) hatte ich auf den Führenden 4 Minuten Rückstand. Und endlich begannen meine Beine zu drehen. Im Nu überholte ich den Zweitplatzierten und schon bald sollte ich nach Aussagen der Zuschauer nur noch wenige Sekunden Rückstand auf den Führenden gehabt haben. Eine 500 Meter lange Fehlleitung kostete mich dann wertvolle Sekunden. Nach genau 3 Stunden erreichte ich das Ziel als 2. eine knappe Minute hinter dem einheimischen Sieger Daniel Gaysmeir.