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Int. Black Forest Marathon (De)

Auf die 116 Kilometer und 3200 Höhenmetern im wunderschönen Schwarzwald freute ich mich schon lange, dieses Rennen lag mir schon immer sehr! Während der vergangenen Woche bereitete ich mich dafür noch mit bergigen Einheiten bis zu 5 Stunden darauf vor. Am Donnerstagabend erreichte mich die traurige Nachricht, dass mein Teamkollege Marco wegen eines unglücklichen Trainingssturzes auf das Rennen verzichten muss. Er motivierte mich aber, auch für ihn zu kämpfen und dies nahm ich mir sehr zu Herzen!
Nach einer kurzen (der Wecker fürs Frühstück klingelte bereits um 4.15...), aber doch sehr erholsamen Nacht in einer richtigen Schwarzwälder Herberge fuhr ich gemeinsam mit Andi (oft unser Betreuer, heute aber selber Rennfahrer) nach Kirchzarten an den Start.
Wie gewohnt werden die ersten paar flachen Kilometer zum gemütlichen Einfahren genutzt. Im ersten längeren Aufstieg zogen Urs Huber und der italienische Meister Felderer das Tempo mächtig an. Das Spitzenfeld wurde in Kürze auf vier Fahrer reduziert (Huber, Zahnd, Felderer und ich). Zügig gings den ersten Berg rauf, unter dem Tempodiktat von Huber begannen meine Beine immer mehr zu brennen und ich war froh als der erste Berg überstanden war. Von da an führte die Strecke in einem ständigen Auf und Ab rund um den Titisee. Die Gruppe harmonierte gut und so kamen wir zügig vorwärts. Bei ca. Rennhälfte in einer längeren sehr steilen Passage wars dann um mich geschehen, ich konnte den drei nicht mehr folgen. Von da an sollte ich nur noch alleine unterwegs sein, eigentlich ziemlich langweilig. Damit es mir nicht zu langweilig wurde, sorgte ich in der langen Abfahrt nach Todtnau gleich selber; viel zu schnell fuhr ich in eine immer mehr sich schliessenden Kurve bis ich mich auf dem Rücken liegend im Graben wieder fand. Die Bremsen waren schnell wieder an der richtigen Position und ich wieder auf dem Bike, doch das Vorderrad glich einem Cornflakes. Dank gebunden, gelöteten Speichen war es noch so halber fahrbar. Mit gewisser Vorsicht fuhr ich die nächsten 25 Kilometer bis ich es bei meinem Vater wechseln konnte. Nach etwas weniger als 4,5 Stunden erreichte ich doch recht abgekämpft das Ziel im Stadion von Kirchzarten als 4. bejubelt von sehr vielen frenetischen Zuschauern. Gratulation an die Podiumsfahrer Mike Felderer vor Urs Huber und Tom Zahnd und ein grosses Dankeschön für die Betreuung an meinen Vater.